WoW - Priester: Die Kolumne über Priester
Verfasst: Donnerstag 24. Juli 2008, 21:28
Buffed:
Patrick Neef von der WoW-Sonderheftredaktion der PC Games über den Priester in der Erweiterung
Die Änderungen am Priester sehen auf dem ersten Blick vielversprechend aus. Alle drei Talentbäume, Disziplin, Heilig und Schatten, erfahren einschneidende Änderungen, die den Priester verstärken und seine drei Auslegungen noch deutlicher voneinander unterscheiden. Und trotzdem ergeben sich weiterhin sehr gute Talentkombinationen, die für manche „Builds“ unverzichtbar sein werden. Widmen wir uns den drei Bäumen etwas genauer:
Disziplin: künftig auch in Raids?
Als reiner Disziplin-Priester ist man bisher ausschließlich in der Arena unterwegs. Punkt. Sowohl in der Gruppe als auch im Schlachtzug ist man das fünfte Rad am Wagen und zu nichts zu gebrauchen, einfach weil es an der nötigen Heilleistung und am Support mangelt. Beides wird nun ordentlich aufgemotzt.
Schon ganz unten in Baum wartet das Talent Polarität und erhöht die Heilleistung um 5 Prozent. Erleuchtung, welches bisher nur die Attribute erhöht, gibt Euch weitere 5 Prozent Bonusheilung. Und jetzt wird’s spannend: „Rapture“ sorgt für eine Menge Mana, indem man 2,5 Prozent des Heilwertes und 25 Prozent des vom absorbierten Schildes an Mana zurück erhält. Und mit „Grace“ ist dem Disziplin-Priester vielleicht sogar ein Platz im Schlachtzug sicher: 6 Prozent weniger Schaden auf das Ziel und 6 Prozent mehr Heilung für das Ziel (bei maximal 3 Stapeln) schreit geradezu nach Maintank-Heilung. Wie sich der Spontanheilzauber, das 51er Talent, „Penance“ machen wird, bleibt noch abzuwarten.
Heilig: Ein wenig Automatik
Trotz der letztendlich guten Heilleistung des Priesters im High-End-Bereich von The Burning Crusade, vor allem durch den Kreis der Heilung, gibt es immer noch alte Baustellen. An die hat sich Blizzard endlich gewagt. Baustelle 1: Der Brunnen des Lichts. Endlich, endlich, endlich bricht der Heileffekt nur noch bei Spielern, die für mehr als 30 Prozent ihrer Gesundheit Schaden erleiden. Das macht den Brunnen endlich effektiv. Baustelle2: Der Kreis der Heilung. Dieser bekommt zwar eine Abklingzeit, das aber verhilft dem Priester wieder zu mehr Flexibilität (immer nur eine Taste drücken ist doch langweilig). Dafür ist der Zauber jetzt gruppenübergreifend und „intelligent“, sprich: Die am meisten angeschlagenen Spieler werden bevorzugt geheilt. Super!
Sehr interessant klingt das 51er-Talent, der „Guardian Spirit“. Er erhöht die erhaltene Heilung des Ziels um 40 Prozent und wacht über das Ziel. Sollte das Ziel eine Attacke erleiden, die es töten würde, opfert sich der Guardian, und der gerettete Spieler erhält 10 Prozent seiner Lebenspunkte obendrauf. Mal sehen, wie sich das in der Gruppe, im Schlachtzug oder in der Arena macht. Im Schlachtzug wird man so vielleicht den einen oder anderen Wipe abwenden können.
Schatten: Endlich auch AE
Aktuelle Lage: Im PvE alles toll, auch wenn wir mit den Top-Damage-Dealern nicht mithalten können, aber im PvP-Spiel haben wir nur mit hervorragender Ausrüstung eine Chance, vor allem gegen Nahkämpfer und Jäger.
Blizzard erhöht nun das Schadenspotenzial des Schattenpriesters, gibt der Schattengestalt eine eingebaute Bedrohungsreduzierung von 30 Prozent und verbessert nach jahrelangem Gemecker der Spieler endlich das Talent „Verbessertes Verblassen“. Und zwar indirekt durch das Talent „Verbesserte Schattenform“, in der Verblassen alle bewegungseinschränkenden Effekte entfernt und eine Chance von 70 Prozent verleiht, Zauberunterbrechungen zu vermeiden.
Das 51er-Talent „Dispersion“ versteht sich wie fast wie ein Eisblock des Magiers: Der Schattenpriester erleidet nur 10 Prozent des eingehenden Schadens und regeneriert dabei 36 Prozent Mana und Leben über 5 Sekunden. Mich überzeugt das nicht so sehr, denn wenn der Schattenpriester danach weiterhin so anfällig ist wie zuvor, wird in diese kurzen Phase nur kurz Luft geholt. Gut ist hingegen, dass der „Psychische Schrei“ bei 2 investierten Punkten auch als Horroreffekt wirkt. Da sehen dann Krieger alt aus, die den Effekt mit Berserkerwut kontern wollen.
Am gespanntesten scheinen viele auf die neue Fähigkeit „Mind Sear“ zu sein. Diese Schattenexplosion kostet eine Unsumme Mana, wirkt aber ähnlich wie die Saat der Verderbnis auf mehrere Ziele, indem sie an ihnen Schaden über Zeit verursacht. Ein Zauber für PvP-Gefechte? Man wird sehen.
MfG
Stefan
Patrick Neef von der WoW-Sonderheftredaktion der PC Games über den Priester in der Erweiterung
Die Änderungen am Priester sehen auf dem ersten Blick vielversprechend aus. Alle drei Talentbäume, Disziplin, Heilig und Schatten, erfahren einschneidende Änderungen, die den Priester verstärken und seine drei Auslegungen noch deutlicher voneinander unterscheiden. Und trotzdem ergeben sich weiterhin sehr gute Talentkombinationen, die für manche „Builds“ unverzichtbar sein werden. Widmen wir uns den drei Bäumen etwas genauer:
Disziplin: künftig auch in Raids?
Als reiner Disziplin-Priester ist man bisher ausschließlich in der Arena unterwegs. Punkt. Sowohl in der Gruppe als auch im Schlachtzug ist man das fünfte Rad am Wagen und zu nichts zu gebrauchen, einfach weil es an der nötigen Heilleistung und am Support mangelt. Beides wird nun ordentlich aufgemotzt.
Schon ganz unten in Baum wartet das Talent Polarität und erhöht die Heilleistung um 5 Prozent. Erleuchtung, welches bisher nur die Attribute erhöht, gibt Euch weitere 5 Prozent Bonusheilung. Und jetzt wird’s spannend: „Rapture“ sorgt für eine Menge Mana, indem man 2,5 Prozent des Heilwertes und 25 Prozent des vom absorbierten Schildes an Mana zurück erhält. Und mit „Grace“ ist dem Disziplin-Priester vielleicht sogar ein Platz im Schlachtzug sicher: 6 Prozent weniger Schaden auf das Ziel und 6 Prozent mehr Heilung für das Ziel (bei maximal 3 Stapeln) schreit geradezu nach Maintank-Heilung. Wie sich der Spontanheilzauber, das 51er Talent, „Penance“ machen wird, bleibt noch abzuwarten.
Heilig: Ein wenig Automatik
Trotz der letztendlich guten Heilleistung des Priesters im High-End-Bereich von The Burning Crusade, vor allem durch den Kreis der Heilung, gibt es immer noch alte Baustellen. An die hat sich Blizzard endlich gewagt. Baustelle 1: Der Brunnen des Lichts. Endlich, endlich, endlich bricht der Heileffekt nur noch bei Spielern, die für mehr als 30 Prozent ihrer Gesundheit Schaden erleiden. Das macht den Brunnen endlich effektiv. Baustelle2: Der Kreis der Heilung. Dieser bekommt zwar eine Abklingzeit, das aber verhilft dem Priester wieder zu mehr Flexibilität (immer nur eine Taste drücken ist doch langweilig). Dafür ist der Zauber jetzt gruppenübergreifend und „intelligent“, sprich: Die am meisten angeschlagenen Spieler werden bevorzugt geheilt. Super!
Sehr interessant klingt das 51er-Talent, der „Guardian Spirit“. Er erhöht die erhaltene Heilung des Ziels um 40 Prozent und wacht über das Ziel. Sollte das Ziel eine Attacke erleiden, die es töten würde, opfert sich der Guardian, und der gerettete Spieler erhält 10 Prozent seiner Lebenspunkte obendrauf. Mal sehen, wie sich das in der Gruppe, im Schlachtzug oder in der Arena macht. Im Schlachtzug wird man so vielleicht den einen oder anderen Wipe abwenden können.
Schatten: Endlich auch AE
Aktuelle Lage: Im PvE alles toll, auch wenn wir mit den Top-Damage-Dealern nicht mithalten können, aber im PvP-Spiel haben wir nur mit hervorragender Ausrüstung eine Chance, vor allem gegen Nahkämpfer und Jäger.
Blizzard erhöht nun das Schadenspotenzial des Schattenpriesters, gibt der Schattengestalt eine eingebaute Bedrohungsreduzierung von 30 Prozent und verbessert nach jahrelangem Gemecker der Spieler endlich das Talent „Verbessertes Verblassen“. Und zwar indirekt durch das Talent „Verbesserte Schattenform“, in der Verblassen alle bewegungseinschränkenden Effekte entfernt und eine Chance von 70 Prozent verleiht, Zauberunterbrechungen zu vermeiden.
Das 51er-Talent „Dispersion“ versteht sich wie fast wie ein Eisblock des Magiers: Der Schattenpriester erleidet nur 10 Prozent des eingehenden Schadens und regeneriert dabei 36 Prozent Mana und Leben über 5 Sekunden. Mich überzeugt das nicht so sehr, denn wenn der Schattenpriester danach weiterhin so anfällig ist wie zuvor, wird in diese kurzen Phase nur kurz Luft geholt. Gut ist hingegen, dass der „Psychische Schrei“ bei 2 investierten Punkten auch als Horroreffekt wirkt. Da sehen dann Krieger alt aus, die den Effekt mit Berserkerwut kontern wollen.
Am gespanntesten scheinen viele auf die neue Fähigkeit „Mind Sear“ zu sein. Diese Schattenexplosion kostet eine Unsumme Mana, wirkt aber ähnlich wie die Saat der Verderbnis auf mehrere Ziele, indem sie an ihnen Schaden über Zeit verursacht. Ein Zauber für PvP-Gefechte? Man wird sehen.
MfG
Stefan